Durch Kroatien mit Rucksack, Zelt und Daumen: im Sommer 2016 sind wir an der Küste entlang getrampt und haben ein faszinierend schönes Land kennengelernt, das im Tourismus boomt und besonders für Outdoorfans ein attraktives Reiseziel bedeutet. Wie Ihr ohne viel Geld gut rumkommt und was Ihr sehen solltet, erfahrt Ihr hier.

Kroatien Backpacking Nin

Kroatien Backpacking: Rovinj

Rovinj ist ein perfekter Ausgangspunkt für die Kroatienreise. In Rovinj wird man auf das eingestimmt, was es entlang der Küste fast in jedem kroatischen Ort zu sehen gibt: schmale Gässchen, Fischerdorfatmosphäre, kristallklares Wasser und gute Campingmöglichkeiten. Auf dem Camingplatz Porton Biondi, etwa 3km nördlich von Rovinj, lässt es sich gut aushalten!

Kroatien Backpacking Rovinj

Kroatien Backpacking: Racenazk und Nin

Die beiden Orte stehen nicht oft auf den To Do-Listen der Reisenden – und sind vielleicht gerade deswegen einen Besuch wert. In Racenazk und Nin schläft man für etwa 60kn/Nacht/Person relativ günstig und bekommt etwas mehr vom Flair des kroatischen Binnentourismus mit. Eine Empfehlung: „Kamp Nin“ in Nin ist eine gute und günstige Adresse.

Kroatien Backpacking: Vodice

Auf Google Maps wirbt Vodice mit einem Museum für maritime Traditionen und einem Aquarium – das sollte man sich vielleicht auch wirklich angucken. Denn wenn man nicht auf Charts-Party in billigen VIP-Lounges steht, ist man an Vodices Strand etwas fehl am Platz. Der kleine Ort ist in der Hochsaison Anlaufstelle für Partytouristen, die zu David Guetta und südosteuropäischen Clubbeats vornehmlich Energydrink-Mixgetränke zu sich nehmen und dicht an dicht am Steinstrand liegen. Die großzügig angelegte und neue Promenade bietet viel Platz zum Flanieren und Zeigen, was man hat. Überall in den Nebenstraßen gibt es kleine Pensionen, Autokamps und Hotels. Ruhe und Natur findet man hier eher nicht – dafür authentisch-kroatische Party.

Kroatien Backpacking: Omis

Der Traum. Omis ist nicht nur wegen der Nähe zu Split ein verlockendes Basecamp für Tramper und Camper. Von Split aus etwa 30min mit dem Stadtbus (3€) ist der Ort schnell erreicht. Der kleine günstige Campingplatz „Kamp Lisicina“ (60kn/Nacht/Person) ist der perfekte Ausgangspunkt für Kanutouren, Wandertouren oder lange Strandtage. Die Landschaft ist atemberaubend und es gibt viele gut markierte Wanderrouten. Die Stadt selbst lädt abends zum Essen und Trinken ein, einzig störend ist nur die vielbefahrene Durchgangsstraße.

Kroatien Backpacking Omis

Kroatien Backpacking: Korcula

Mit der Fähre von Split ist Korcula Town innerhalb von 3 Stunden erreicht. Wir fuhren nur bis Vela Luka und trampten dann über die Insel, was problemlos ging und gleichzeitig die atemberaubende Natur offenbarte. In Korcula kann man ein Rad mieten (10€/24Std/Rad) und dann etwa 4km zum Kamp Vrbovica fahren, das 65kn/Nacht/Person kostet. Der Fahrradweg dorthin ist wunderschön und lohnt sich auch abends, um nochmal die Stadt zu erkunden. Geheimtipp: Vaja Bay, etwas westlich von Racisce. Die einsame Bucht ist ein toller Fahrrad-Tagesausflug und gleicht einem Paradies!

Kroatien Backpacking Korcula

Kroatien Backpacking: Dubrovnik

Lowbudget in Dubrovnik? Das ist fast unmöglich. Der Monopolcampingplatz Solitudo wird dem Trampenden mit seinen Übernachtungspreisen von 20€/Nacht/Person schnell die Lust an der Stadt nehmen. Man sollte auf jeden Fall verhandeln, da es offensichtlich doch noch günstigere Preiskategorien gibt, die aber ungern herausgegeben werden. Mit dem VW-Bus könnte man sich auch zwischen Camp und Strand auf einen frei zugänglichen Parkplatz stellen und die Einrichtungen nutzen – KÖNNTE man ;). Ansonsten heißt es „Augen zu und durch“, die sehenswerte – aber touristenüberlaufene – Stadt ist sowieso in einem Tag besichtigt.

Kroatien Backpacking Dubrovnik

Von hier aus nach Montenegro: Unser Trampversuch schlug kläglich fehl, da die Autobahn hoch über der Stadt liegt und kaum zu erreichen ist. Standplätze gibt es auf der engen Straße kaum. Ein Bus vom Busterminal ist da vielleicht die bessere Entscheidung, gerade weil in der Hauptsaison der Grenzübertritt Stunden dauern kann (Richtung MNE 1 Std, Richtung HR etwa 6 Std).

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